Archiv für den Monat März 2016

#nogo’s#unwoerter

So sehen Einladungen aus. Für Fortbildungen. Mit Unwörtern.

Es gibt sie diese Wörter, die beim Lesen schon weh tun. Für euch mit Typ 1 Diabetes gibt es sogar ganze Sätze, die ihr bestimmt nicht mehr hören könnt.

“ Dass du das essen darfst!“ oder

“ Hast du schlimmen Zucker?“

Mein neues „Nicht-Lieblingswort“ lautet: diabetesgerecht. Was bitteschön soll das sein? Diabetesgerechte Ernährung. Lese ich immer wieder. Ist ungefähr so, wie das vegane Hörnchen. Völlig sinnbefreit. Es gibt gesunde und ungesunde Ernährung. Nicht mehr und nicht weniger. Ich hoffe auf Besserung.

Klar gibt es Krankheiten, wie die Fettstoffwechselstörung oder Nierenerkrankungen, die einer anderen Ernährung bedürfen. Aber mit dem Diabetes hat das rein gar nichts zu tun!

#just sayin

 

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#wisch&weg#librept2

Ein herzliches Hallo und: WOW! Ich habe unglaubliche 900 Aufrufe auf meinen ersten Artikel verzeichnen können. Ihr.macht.mich.fertig. Danke auch für euer Feedback!

Heute war es dann soweit: mein FreeStyle Libre® war abgelaufen. Zusammenfassend kann ich über die 2 Wochen, als Mensch ohne Diabetes folgendes sagen:

  1. jeder Scan war erfolgreich und es gab keinerlei Übertragungsschwierigkeiten
  2. ich musste lediglich 1x das Empfängergerat nachladen und habe im Schnitt 6 x am Tag gescannt
  3. das Pflaster hat bombig gehalten und trotz meiner empfindlichen Haut sieht mein Arm erstaunlich gut aus
  4. die ersten 3 Tage hat er wohl nicht so genau gemessen und ich hatte fast 4 Unterzuckerungen pro Tag ( don’t think so )
  5. mein höchster Wert war 170 mg/dl nach einer ordentlichen Portion Nudeln und meiner Lieblingslimonade sowie einen Ausflug ins Eiscafe, danach sprang meine Bauchspeicheldrüse an und nach 40 Minuten war ich wieder im Normalbereich

Bisher war ich etwas zurückhaltend mit dem Erfahrungsaustausch bezüglich des FreeStyle Libre®. Lag unter anderem auch daran, dass ich ihn bisher nicht testen konnte. Und solange ich etwas noch nicht ausprobiert habe, halte ich mich immer etwas bedeckter. Und ich bleibe dabei: er hat seine Pro’s und Contra’s.

Wirklich gut fand ich die Möglichkeit in jeder erdenklichen Situation meinen Wert bestimmen zu können und das auch noch ziemlich diskret. Die Trendfunktion ist nach wie vor ein Highlight für mich und EINER der entscheidenden Vorteile bei der kontinuierlichen Glukosemessung.

Zwischendrin hat er immer mal wieder gejuckt und ich hatte ungefähr ab der Hälfte der Tragezeit das Gefühl ihn abnehmen zu müssen. Das hatte sich dann aber meist nach einer kurzen Zeit erledigt. Gehalten hat das Pflaster bombig: sowohl tägliches Duschen, Baden und Sporteln hat er prima überstanden.

Falls ihr Probleme mit der Haut habt kann ich diesen Blog nur empfehlen.

http://sugartweaks.de/

Hier wurde wirklich alles ausprobiert. Blasenpflaster versprechen bisher den meisten Erfolg.

Ich kann nach dem „Probetragen“ sehr gut nachvollziehen, dass einige von euch nicht mehr auf ihn verzichten möchten. Ich denke, durch die schmerzlose Messung wird die Bereitschaft sich öfter mit den eigenen Blutzuckerwerten zu befassen, erhöht. Ein verbessertes Diabetesmanagement liegt für mich auf der Hand. Allerdings nur wenn die Werte, die man erfasst eine Handlung nach sich ziehen und man sich damit auseinandersetzt.  Das ist ein bisschen so wie mit den Schrittzählern. Die kann man auch einfach nur tragen. Wenn Sie aber auch motivieren können sich mehr zu bewegen, haben Sie ihren Zweck erfüllt.

Besonders schön fand ich den Artikel, den ich gestern gelesen habe von Steffi unter

http://pepmeup.org/

Hier werden noch mal wesentliche Aspekte aufgeführt und die Tipps finde ich wirklich praxisnah. Und ja auch ich sehe ähnlich wie beim CGM, dass der FreeStyle Libre® erst nach ca. einem halben Tag genau misst. Bei mir hat es sogar 2 Tage gedauert. Das liegt daran, dass der Sensor einfach genauer messen kann, wenn er mit genügend Zwischenzellflüssigkeit „umspült“ ist. Die Idee ihn einige Stunden vor Aktivierung bereits zu setzen,  finde ich somit sehr gut. Das Phänomen des Abdrückens über Nacht sollte auch nicht unberücksichtigt bleiben. Finden sich in Nachtprofilen bei der Auswertung immer wieder Nächte mit sehr normnahen Werten (ganze Nacht bei 100 mg/dl) könnte es sein, dass man auf dem Sensor gelegen ist. Heißt also: eventuell eine andere Stelle zum Tragen abwägen. Die Auswertungsmöglichkeiten sind bisher leider begrenzt und ich hoffe auf mehr Möglichkeiten im Laufe des Jahres.

Wir haben uns nach unzähligen Aufklärungsgesprächen jetzt dazu entschieden einen eigenen Praxisflyer zu entwerfen. Auf diesem sind die wichtigsten Fakten und Fragen zusammengefasst, damit wir nicht immer wieder die gleichen Dinge beantworten müssen.

Ich bleibe auf jeden Fall gespannt was das Thema kontinuierliche Messung  in 2016 noch bringen wird!

Mein nächster Beitrag wird sich wohl um das Thema Bolusrechner drehen. #staytuned