#wisch&weg#librept2

Ein herzliches Hallo und: WOW! Ich habe unglaubliche 900 Aufrufe auf meinen ersten Artikel verzeichnen können. Ihr.macht.mich.fertig. Danke auch für euer Feedback!

Heute war es dann soweit: mein FreeStyle Libre® war abgelaufen. Zusammenfassend kann ich über die 2 Wochen, als Mensch ohne Diabetes folgendes sagen:

  1. jeder Scan war erfolgreich und es gab keinerlei Übertragungsschwierigkeiten
  2. ich musste lediglich 1x das Empfängergerat nachladen und habe im Schnitt 6 x am Tag gescannt
  3. das Pflaster hat bombig gehalten und trotz meiner empfindlichen Haut sieht mein Arm erstaunlich gut aus
  4. die ersten 3 Tage hat er wohl nicht so genau gemessen und ich hatte fast 4 Unterzuckerungen pro Tag ( don’t think so )
  5. mein höchster Wert war 170 mg/dl nach einer ordentlichen Portion Nudeln und meiner Lieblingslimonade sowie einen Ausflug ins Eiscafe, danach sprang meine Bauchspeicheldrüse an und nach 40 Minuten war ich wieder im Normalbereich

Bisher war ich etwas zurückhaltend mit dem Erfahrungsaustausch bezüglich des FreeStyle Libre®. Lag unter anderem auch daran, dass ich ihn bisher nicht testen konnte. Und solange ich etwas noch nicht ausprobiert habe, halte ich mich immer etwas bedeckter. Und ich bleibe dabei: er hat seine Pro’s und Contra’s.

Wirklich gut fand ich die Möglichkeit in jeder erdenklichen Situation meinen Wert bestimmen zu können und das auch noch ziemlich diskret. Die Trendfunktion ist nach wie vor ein Highlight für mich und EINER der entscheidenden Vorteile bei der kontinuierlichen Glukosemessung.

Zwischendrin hat er immer mal wieder gejuckt und ich hatte ungefähr ab der Hälfte der Tragezeit das Gefühl ihn abnehmen zu müssen. Das hatte sich dann aber meist nach einer kurzen Zeit erledigt. Gehalten hat das Pflaster bombig: sowohl tägliches Duschen, Baden und Sporteln hat er prima überstanden.

Falls ihr Probleme mit der Haut habt kann ich diesen Blog nur empfehlen.

http://sugartweaks.de/

Hier wurde wirklich alles ausprobiert. Blasenpflaster versprechen bisher den meisten Erfolg.

Ich kann nach dem „Probetragen“ sehr gut nachvollziehen, dass einige von euch nicht mehr auf ihn verzichten möchten. Ich denke, durch die schmerzlose Messung wird die Bereitschaft sich öfter mit den eigenen Blutzuckerwerten zu befassen, erhöht. Ein verbessertes Diabetesmanagement liegt für mich auf der Hand. Allerdings nur wenn die Werte, die man erfasst eine Handlung nach sich ziehen und man sich damit auseinandersetzt.  Das ist ein bisschen so wie mit den Schrittzählern. Die kann man auch einfach nur tragen. Wenn Sie aber auch motivieren können sich mehr zu bewegen, haben Sie ihren Zweck erfüllt.

Besonders schön fand ich den Artikel, den ich gestern gelesen habe von Steffi unter

http://pepmeup.org/

Hier werden noch mal wesentliche Aspekte aufgeführt und die Tipps finde ich wirklich praxisnah. Und ja auch ich sehe ähnlich wie beim CGM, dass der FreeStyle Libre® erst nach ca. einem halben Tag genau misst. Bei mir hat es sogar 2 Tage gedauert. Das liegt daran, dass der Sensor einfach genauer messen kann, wenn er mit genügend Zwischenzellflüssigkeit „umspült“ ist. Die Idee ihn einige Stunden vor Aktivierung bereits zu setzen,  finde ich somit sehr gut. Das Phänomen des Abdrückens über Nacht sollte auch nicht unberücksichtigt bleiben. Finden sich in Nachtprofilen bei der Auswertung immer wieder Nächte mit sehr normnahen Werten (ganze Nacht bei 100 mg/dl) könnte es sein, dass man auf dem Sensor gelegen ist. Heißt also: eventuell eine andere Stelle zum Tragen abwägen. Die Auswertungsmöglichkeiten sind bisher leider begrenzt und ich hoffe auf mehr Möglichkeiten im Laufe des Jahres.

Wir haben uns nach unzähligen Aufklärungsgesprächen jetzt dazu entschieden einen eigenen Praxisflyer zu entwerfen. Auf diesem sind die wichtigsten Fakten und Fragen zusammengefasst, damit wir nicht immer wieder die gleichen Dinge beantworten müssen.

Ich bleibe auf jeden Fall gespannt was das Thema kontinuierliche Messung  in 2016 noch bringen wird!

Mein nächster Beitrag wird sich wohl um das Thema Bolusrechner drehen. #staytuned


  
  

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#wisch&weg#libre

Um eines gleich vorwegzunehmen: es folgt keine weitere Lobhudelei auf den FreeStyle Libre® von Abbott. Ich will das Produkt auch keinesfalls schlecht machen. In meinem 2-teiligen Artikel geht es vielmehr darum, andere Fakten zusammen zu tragen. Eure Meinung dazu bildet ihr euch selbst. Ich bin nach wie vor hin-und hergerissen, da sich Vor- und Nachteile irgendwie die Waage halten. Aber eigentlich ist es so, wie in den meisten Fällen: es gibt Patienten, für die ist dieses Produkte das richtige und für andere eben nicht.

Begonnen hat das Thema  FreeStyle Libre®  ja schon Ende 2014. Zu Beginn habe ich das Produkt noch begeistert erklärt und Infobroschüren ausgelegt. Für mich war es von Anfang an, ein Selbstzahlerprodukt, wodurch sich die Messfrequenz deutlich reduzieren liess. Die Freude sollte leider nicht lange anhalten: es folgten Monate der unendlichen Diskussionen mit Patienten,  bei denen die Registrierung nicht klappen wollte, unmögliche Zahlungsbedingungen sowie die allseits bekannten Lieferengpässe. Wie man Werbung in allen bekannten Magazinen schalten und dann ein Produkt nicht liefern kann, bleibt mir bis heute unerklärlich. Und wäre das alles nicht schon nervig genug, erfuhr ich dann übers Netz, dass es Kooperationen mit verschiedenen Kostenträgern geben sollte. Scheinbar wurden alle von Abbott ins Boot geholt, nur die Praxen blieben irgendwie außen vor. Wie würde es nun weitergehen? Wie sollten wir uns als Praxis dazu verhalten? Was machen wir mit all den Fragen der Patienten? Damit standen wir erstmal ziemlich alleine da. Und seitdem läuft es nach dem Prinzip: learning by doing. Alles was ich zu dem Thema weiss, habe ich mir quasi selbst beigebracht, recherchiert und ausprobiert.

In unserer Einrichtung war bisher der Anteil der Selbstzahler eher gering gewesen, es gab erstaunlich viele Patienten, die eine Erstattung durch die Krankenkasse durchgebracht hatten. Der Rest zahlte es aus eigener Tasche. Trotzdem versuchte jeder Selbstzahler eine Kostenerstattung über die Krankenkasse zu bekommen. Hieß für uns: Stunden der Beratung, Erstellung von Attesten und Unterstützung bei Widersprüchen. Und das diese Leistung in den seltensten Fällen (von den Attesten mal abgesehen) umsonst erfolgte, führte zu großer Verärgerung in unserem Team. Mittlerweile steigt der Anteil der Selbstzahler wieder. Manchmal liegen so viele  FreeStyle Libre® Geräte  zum Auslesen bereit, dass wir sie beschriften müssen, um sie nicht zu verwechseln. Wir lesen diese übrigens via Diasend® aus. Die Nachfrage ist ungebrochen und wir haben für uns einen Weg gefunden damit umzugehen.

Aber nochmal zurück zum Thema Krankenkasse. Es gab nach der Bekanntgabe scheinbar regelrechte Abwanderung von Diabetespatienten zur DAK und Techniker Krankenkasse, da diese beiden Kassen neben einigen Betriebskrankenkassen die einzigen Kostenträger waren, die eine Kostenerstattung anboten. Die DAK im Rahmen zufällig gewählter Patienten, welche am DMP teilnahmen, die Techniker meist nur anteilsmäßig. Aktuell heißt es sogar, alle Kinder und Jugendliche mit Typ 1 Diabetes erhalten das System. Ob man sich damit nicht selbst ein Ei legt, bleibt abzuwarten. Die Barmer GEK  hingegen hat einen eigenen Indikationskatalog. Soll heißen: nur wer unter der vorgegeben zusätzlichen Erkrankungen wie z.B. Nadelphobie leidet, bekommt das System erstattet. Die häufigste Begründung, die in den Ablehnungsschreiben der Krankenkassen zu finden war, ist das Urteils des Bundessozialgerichtes ( BSG, Urteil 08.07.2015 – B3 KR 5/14 R) vom Juli 2015,  in dem einer Klägerin das Continuous Glucose Monitoring System oder CGMS durch die Krankenkasse nicht erstattet wurde. Die Begründung: da es sich um eine neue Behandlungs-und Untersuchungsmethode (NUB) handelt, die noch keine positive Nutzenbewertung durch den GBA erhalten hat, muss die Krankenkasse das System nicht erstatten.Wieso wird hier dieses Urteil verwendet?

Denn da wären wir schon beim nächsten Punkt, über den ich mir echt den Mund fusselig reden könnte: das Flash Glucose Monitoring (FGM) ist KEIN, wirklich, KEIN CGMS! Es ist auch eine NUB, aber hat mit dem CGMS nur die Messung in der Zwischenzellflüssigkeit gemeinsam. Und somit greift das Bewertungsverfahren, welches im Mai dieses Jahres abgeschlossen sein muss auch bei einem positiven Bescheid nicht für das FreeStyle Libre®. Ein CGMS ist vor allem für Patienten mit starken Blutzuckerschwankungen und Hypoglykämieproblematik empfohlen. Durch das dauerhafte Tragen eines CGMS’s kann die Rate der Hypoglykämien nachweislich reduziert und der HbA1c verbessert werden. Diese Tatsache hat sogar das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG) erkannt und lässt nun hoffen, dass es bald als erstattungsfähige Leistung der Krankenkassen aufgenommen wird. Dies liegt aber an dem entscheidenden Unterschied: der Warnfunktion der CGM-Systeme. Diese entscheidende Funktion fällt beim FGM weg, da dieser nicht permanent mit dem Empfänger verbunden ist, sondern nur einen Wert und eine Tendenz anzeigen kann. Erschwerend hinzu kommt für einige Krankenkassen der Aspekt der Wirtschaftlichkeit des FGM Systems. Die Sensoren kosten 120 € im Monat und die Blutzuckermessung fällt eben nicht weg, auch wenn das in der Werbung gerne so suggeriert wird. Bei unerklärlich hohen oder niedrigen Werten muss nachgemessen werden, ebenso wie bei der Verwendung des integrierten Bolusrechners. Der funktioniert nur mit gemessen Blutzuckerwerten. Deshalb ist es für eine Krankenkasse günstiger im Quartal 500 Teststreifen zu erstatten und den Patienten auf die konventionelle Weise messen zu lassen. Unberücksichtigt bleibt, ganz klar, der Mehraufwand durch die Blutzuckermessung, die teilweise schmerzhafte Blutgewinnung sowie die Beeinträchtigung der Lebensqualität. Auch für mich ist der Dschungel des Sozialgesetzbuches manchmal nur schwer zu durchschauen, aber ich denke die meisten Anstrengungen in Bezug auf Gutachten zur Erstattung von Systemen, die zu den NUB’s zählen, sind bis zur Entscheidung durch den GBA zum Scheitern verurteilt. Leider.

Und zu guter Letzt sind wir noch an dem Punkt der Datensicherheit angekommen. Beim EASD 2015 war der Abzug der Daten beim Hochladen der Daten aus dem FreeStyle Libre® ein viel diskutiertes Thema. Damals wurde bekannt, dass Patienten mit der Bestätigung der AGB’s der Übertragung ihrer Daten zustimmen. Informiert darüber war nur irgendwie niemand. Die Daten werden immer dann übertragen, wenn ein FreeStyle Libre®  an einen PC mit Internetverbindung angeschlossen wird. In der vor kurzem auf ARTE vorgestellten Dokumentation zum Thema „ Der digitale Patient“ wurde das System  und der Datenschutz von Gesundheitsdaten ebenfalls thematisiert. Neu für mich war, dass sogar die DAK, ganz offen mit der Tatsache der Datennutzung in den USA umgeht. Die Patientin, die in der Doku den FreeStyle Libre®  trug, war von dieser Tatsache nicht begeistert, aber für sie überwog der Nutzen durch das System. Was Abbott mit den Daten macht, ist nach wie vor unklar.

Abschließend lässt sich für mich festhalten: das Systeme, die eine kontinuierliche Glukosemessung möglich machen nicht mehr wegzudenken sind. Ob das die Krankenkassen wollen oder nicht. Wichtig für mich und meinen Job, wären eine eindeutige Vorgehensweise und klare Vorgaben. Das würde mir den Arbeitsalltag mehr als erleichtern und unnütze Zeitfresser würden der Vergangenheit angehören. Genügend Studiendaten zur Beurteilung sind vorhanden. Systeme sollten kompatibler gemacht werden und die Nutzung für Patienten und Behandler einfacher werden. Außerdem sollten sich Hersteller im Hinblick auf die hohe Rate von Hautreaktionen, Allergie und Fixierungen von Pflastern mehr Gedanken machen. Nach wie vor sind Patienten untereinander immer noch die besten Ratgeber.

Meine Erfahrungen der letzten Jahre haben mir gezeigt, dass  die kontinuierliche Glukosemessung nicht für jeden Patienten geeignet ist. Am meisten profitieren die Dauernutzer davon bzw. Patienten, die zu den Vieltestern ( > 10 BZ-Werte/Tag) gehören. Neue Systeme, die rein diagnostisch oder von Patienten nur für kurze Zeitpunkte genutzt werden können, müssen leichter zu handhaben sein. Auch das FreeStyle Libre® muss für einige Patienten noch erklärt werden und es reicht eben nicht aus sich die Videos auf der Homepage anzusehen.

Und: wir und die Patienten müssen lernen, wie mit den neuen Informationen umgangen wird. Die Datenflut und Interpretationen der Blutzuckerwerte erfordert eine hohe Beratungskompetenz.  Das muss eingehend mit den Patienten besprochen werden. Ansonsten kann aus dem Segen schnell ein Fluch werden!

Am Donnerstag folgt noch mal ein kurzes Feedback über meine Erfahrungen bei Tragen des FreeStyle Libre®, der dann nach 14 Tagen abkommt. Ich bin mehr als neugierig, wie meine Haut dann aussieht. #nopainnogame

#dbw2015

Ich befinde mich seit einiger Zeit im Praxissemester für einen führenden Diabetesspezialisten und werde pausieren bis ich wieder völlig unabhängig bloggen kann.

Leider sind die Themen der Diabetes-Blogger-Woche 2015 sehr auf euch bezogen, was ich aber super finde! Aus meinem Alltag kann ich vielleicht nur zum Sonntagsthema etwas betragen.

Mal sehen.

Ich freue mich auf viele interessante Beiträge und hoffe das die #DBW2015 wieder so spannend wird, wie die letzte!

An dieser Stelle auch nochmal ein herzliches Dankeschön fürs regelmäßige „vorbeischauen“ und liken auf Facebook!

diabetes 1

#dersmartebegleiter#minimed640G

Runde 2 zum Thema neues im Bereich Insulinpumpentherapie. Ähnlich lange erwartet gibt es nun seit fast 2 Wochen die neue von Medtronic: MiniMed® 640G. Bisher nur in der Ausführung mit einem 3 ml Reservoir, eine weitere kleinere Ausführung mit 1,8 ml folgt. Und nun zu den Keyfacts:

  1. Keine neuen Reservoire oder Katheter. Bleibt alles beim alten.
  2. Komplette Überarbeitung des Designs. Neue Menüführung, Farbdisplay.
  3. Das kompatible Blutzuckermessgerät fungiert jetzt auch als Fernbedienung. Heisst: es ist möglich einen einfachen Bolus (Easybolus) oder einen sog. Fernbolus abzugeben. Bedeutet im Klartext man kann zuvor programmierte feste Boli abrufen.
  4. Es ist nun möglich bestimmte Bolimengen mit Namen einzuspeichern und bei Bedarf dann auszuwählen.
  5. Die wirklich neue Funktion ist der SmartGuard. Dieser funktioniert aber nur in Kombination mit dem Enlite Sensor. Beim Vorgänger schaltete sich die Insulinpumpe bei einem BZ von 40 mg/dl automatisch aus. Dieses Vorgehen wurde jetzt um einen weiteren Punkt erweitert: die Insulinabgabe wird bei steigendem Blutzucker wieder zugeschaltet. Und dies geht jetzt mit oder ohne Warnmeldung.
  6. Die Datenübertragung ist jetzt auch über das kompatible Blutzuckermessgerät möglich.

Ein ausführlicher Praxistest folgt, ich warte noch auf eine mg/dl Version. Außerdem will ich das ganze samt Glukosesensor testen. Bis dahin! Schöne Restwoche und geniesst die Sonne..

   

   

#worthtowaitfor#helloagain

Es war etwas still hier.

Das wird sich aber ab sofort wieder ändern.   Folgende Themen erwarten euch:

– Review: MiniMed® 640G 

– #rechenass, der Bolusrechner

– das ACCU-CHEK® Connect Portal und wie es Patienten und Diabtesteams verbinden kann

Danke für eure Geduld und : Stay tuned!

#finally#asightinsight

Das lange Warten hat endlich ein Ende. Heute dürfte ich mich über neuen Zuwachs in der Insulinpumpenfamilie freuen. Taa-daa! Da ist Sie: die neue Insulinpumpe von Roche Diagnostics. Sie hört auf den Namen Accu-Chek® Insight. Meine heißt ab heute Hannelore. Bisher habe ich jedem meiner Vorführmodelle einen Namen gegeben. Die letzte Combo hieß übrigens Rosi. Nun zurück zum eigentlichen Thema.

Ich werde euch hier jetzt nicht mit langweiligen Daten vollmüllen, die ihr dem Netz oder auf der Homepage des Herstellers entnehmen könnt. Die neue kann genau das gleiche wie die alte auch, nur eben etwas mehr. Folgende Features sind meine persönlichen Highlights bzw. es wert sie hier mal vorzustellen:

1. Bis 2016 wird es nur die Möglichkeit der vorgefertigten Ampullen von NovoRapid® Novo Nordisk geben. Diese sind nur mit 160 Einheiten befüllt. Ab 2016 wird es eine Umfüllhilfe sowie Umfüllampullen geben ( damit kommt man auf ca. 200 Einheiten).So ganz nachvollziehbar finde ich das nicht, denn bei einem höheren Insulinverbrauch heißt das vor allem eines: super oft die Ampullen wechseln müssen.

2. Sie ist komplett wasserdicht. Punkt.

3. Der neue Adapter ist sehr gelungen, kein lästiges Abknicken mehr. Der Adapter ist angeblich bei jeder Packung Kathetern dabei. Weiterhin gilt aber eigentlich: Wechsel nur alle 3 Monate. Auch die neue Clipholder aus Samt finde ich sehr schön. Was will Frau mehr?

4. Die Fernbedienung ist wiederaufladbar. Großes Plus. Liegt gut in der Hand, etwas schwerfällig finde ich das Touchdisplay. Bisher.

5. Es gibt eine wirklich neue Funktion – den zeitverzögerten Bolus. Heißt: jetzt Bolus einprogrammieren, in einer halben Stunde wird er dann abgegeben. Sehr praktisch bei niedrigen Werten und Mahlzeiten.

6. Es kann endlich eingestellt werden, in welcher Geschwindigkeit das Insulin abgegeben wird. Auch die Dosierschritte sind individuell einstellbar.. bis zu mikromäßigen 0,02 IE/h.

7. Es können voreingestellte Bolusmengen abgespeichert werden. Namen hierfür sind frei wählbar. Auch die Art des Bolus kann hinterlegt werden z.B. Reibekuchen mit sagen wir 10 Einheiten, wovon 3 sofort und 7 verzögert über 2 Stunden abgegeben werden sollen.

8. Alle Basalraten und auch die temporären Basalraten können mit individuellen Namen versehen werden. Die Zeiten von Profil 1 und Profil 2 sind somit vorbei.

9. Die Displayfarbe lässt sich ändern. Im Sommer kann der Displayhintergrund von schwarz auf weiß an der Insulinpumpe geändert werden.

10. Alle Daten und Einstellungen können vom PC aus vorgenommen werden. Kein stundenlanges Einprogrammieren mehr. Die Einstellungen können auch abgespeichert werden und dann zum Beispiel auf ein zweites Gerät problemlos übertragen werden. Für das Diabetesteam eine riesen Erleichterung hinsichtlich der Dokumentation.

Alles in allem finde ich Sie sehr gelungen, innovativ was das Design angeht wäre anders. Habe ich aber auch nicht anders erwartet und bin deshalb auch nicht enttäuscht. Den Alltagstest können Hannelore und ich erst in einigen Tagen beginnen, da ich aktuell noch keine Ampulle mit Kochsalz auftreiben konnte. Der ausführliche Praxistest folgt in Kürze. Bis dahin, stay tuned!

P.S. Als Datum der Verfügbarkeit wurde mir heute der 16.02.2015 genannt.

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2015 – HERE I COME

Hinter jedem Blog steht bekanntermaßen auch ein Mensch. Und im Leben von Menschen passieren Dinge, die uns aus der Bahn werfen. Für die meisten von euch, ist das bei der Diabetesdiagnose passiert. Für mich im persönlichen Umfeld. Diese Scheiße (anders lässt sich das einfach nicht beschreiben) hat leider dazu geführt, dass es mir nicht mehr möglich war meinen heißgeliebten Blog mit neuen Posts zu füllen. Und jetzt steht auch noch der Prüfungszeitraum an. In diesem Sinne kann ich aktuell noch nicht wirklich Besserung geloben.

Trotzdem möchte ich mich an dieser Stelle einfach mal fürs letzte Jahr bedanken, für die vielen positiven Rückmeldungen, die Likes aufs Facebook und das allgemeine Interesse für diesen kleinen Blog. Ich hätte nie erwartet das innerhalb so kurzes Zeit so viele Menschen meine Blog lesen könnten. Besonderer Dank geht hier natürlich wieder an Ilka und Finn von http://www.mein-diabetes-blog.com/! Ohne euch.. ihr wisst schon 🙂 Aber auch der #DEDOC im allgemeinen ein fettes Merci!

In der Diabeteswelt ist die letzten paar Wochen nichts wirklich bahnbrechendes passiert. Sollte sich das ändern, wird sich bestimmt etwas kleines darüber berichten lassen. 

Bis dahin wünschen ich allen einen sanften und halbwegs erträglichen Start in den neuen Monat des Jahres. See you very soon!

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#hi!mynameis#WDT

Wie jedes Jahr gibt es am Weltdiabetestag die Bloggerparade der DEDOC. Dieser Jahr zum Thema: Hallo ich bin ..

Tja am besten beschreibt mich eigentlich ein älterer Gastblogartikel von mir den ihr unter http://www.mein-diabetes-blog.com/perspektivenwechsel-alltag-einer-diabetesberaterin/ finden könnt.

Hmm.. aber was oder wie bin ich? Gute Frage. Im meinem Blog geht es ja in erster Linie mal um meine Arbeit. Aber irgendwie bin ich ja auch ich in meiner Arbeit. Mit euch.

Und sonst so?
#brillenliebhaberin#magazinejunkie#zuspätkommer#detailverliebte#bildmatrosin#planungsfanatiker#duftbegeistert#musiknärrin#genussmensch#sonntagsimbettbleiber#me,myself&wifi#herrdiabetes#frauzucker#2014

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#derbanting#insulin4life

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Sehr geehrter Sir Frederick Banting,

auch wenn ich selbst noch Insulin produziere bin ich Ihnen doch mehr als zu Dank verpflichtet. Denn ohne Sie hätte ich meinen heutigen Job nicht! Idealisten wie Sie haben die Diabetologie dahin gebracht, wo Sie heute steht. Aktuell gibt es ca. 285 Millionen Diabetespatienten wovon ca. 5 % einen Typ 1 Diabetes haben. All denen haben Sie mit ihrer Entdeckung eine Chance gegeben alt und grau zu werden.

Toll das Sie das Rätsel um das Insulin lösen konnten (danke auch an die Hündin Majorie!). Sie scheinen ein sehr wissenshungriger und intelligenter Mensch gewesen zu sein. Gott sei Dank haben Sie auf ein teures Patent ihrer Entdeckung „Isletin“ , das später unter dem Namen Insulin bekannt wurde verzichtet. Denn wie hätte man sonst so vielen Menschen helfen können? Wie unglaublich muss es sich angefühlt haben eine Heilmittel für die bis dato tödliche Krankheit Diabetes entdeckt zu haben? Leonhard Thompson war der erste der ihr Wunder ausprobieren durfte. Und es hat funktioniert.

Leider hat nicht jeder das Glück lebensnotwendiges Insulin oder anderes Diabetesequipment zu erhalten. Deshalb unterstütze ich auch dieses Jahr ein Projekt in Afrika mit Teststreifen und Geräten. Ausserdem spende ich einen Transport von Insulin nach Indien, die durch die Insulin zum Leben organisiert wird.

Ob Sie die Idee jetzt von Herrn Nicolae Paulescu geklaut haben oder nicht finde ich nicht so wichtig. Fair ist vielleicht etwa anderes, dafür haben Sie sich aber fair im Hinblick auf ihren Assistenten, den Herrn Best verhalten. In Bereich der Diabetologie sind Ihnen dann viele Forscher und Ärzte gefolgt und haben ziemlich erstaunliche Weiterentwicklungen bewirkt, eine Ende der Forschung ist nicht in Sicht. Außer man findet vielleicht eines Tages die Ursache des Typ 1 Diabetes oder der „artificial pancreas“ löst die kaputte Bauchspeicheldrüse ab. Man darf gespannt bleiben.

Sie hätten bestimmt nicht im Traum daran gedacht, das es mal einen Weltdiabetestag zu Ihren Ehren geben wird. In diesem Sinne: Happy Birthday Sir Frederick!

Mit besten Grüßen von

Ihrer Svenja

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#diemonsterakademie#mysugr

Bereits vor einiger Zeit durfte ich einen Blick werfen auf ein ziemlich neues und cooles Projekt der Jungs und Mädels von der Mysugr App. Danke an Ilka von http://www.mein-diabetes-blog.com!

Worum gehts denn nun in der Akademie? Du kannst Dir hier Videos zu aktuellen Diabetesthemen wie Ernährung, Blutzuckermessung oder Bewegung ansehen. Die Bedienung ist denkbar einfach und man findet sich schnell zurecht. Beim Ankucken hab ich mir das ein oder andere Lachen nicht verkneifen können! Und genau das braucht Schulungsmaterial von heute: einen hohen Wiedererkennungswert und Spass bei der Benutzung. Die Akademie beweist damit, dass man auch so ernste Themen wie den Diabetes spannend aufbereiten kann. Mit viel Liebe zum Detail und durch die Unterstützung von Ärzten und Diabetesfachkräften ist eine neue Form der Wissenvermittlung gelungen. Es lebe das kleine Diabetesmonster!

Wie schon bei der App gibt es Challenges und andere netten Sachen, die man absolvieren kann. Die ersten zwei Videos sind übrigens kostenfrei!

Alles Infos findet ihr unter:

http://mysugr.com/de/academy/

Ebenfalls super ist der Teaser:

Zum Schluss noch mal in der Zusammenfassung die Pro’s und Contra’s der Akademie:

+ zeitgemäßes Layout und einfache Bedienung

+ Motivation durch Challanges und Spiele

+ jederzeit abrufbar und auf allen Endgeräten verwendbar

– aktuell noch eine reines Selbstzahlerprodukt ( Kostenträger könnten diese aber übernehmen)

– noch kein Expertenportal für Diabetesfachkräfte

Unterm Strich aber ne super Sache! Ich bin sehr gespannt, wie sich die Academy noch entwickeln wird.  Stay tuned!