#onceuponatime#DBW2014

diabetes-blog-Woche_Final (1)

… und wenn Sie nicht gestorben sind, dann leben Sie noch heute. So oder so ähnlich beginnen die großen Geschichten. Ich erzähle euch nur ein paar kleine.

Heute ist Tag 5 der #DBW und da ich mal wieder nicht von meinen eigenen Erfahrungen berichten kann, erzähle ich euch ein paar Geschichten aus dem Praxisalltag. Gerade in einer Diabetespraxis liegen Freude und Trauer oft ziemlich nah beieinander. Ich erlebe Patienten in allen Phasen der Erkrankungen und gehe mit Ihnen durch viele Ups and Downs. Ihre Geschichten könnten Bücher füllen. Da ihr aber selbst die besten Experten seid und euch untereinander viel besser helfen könnt, versuche ich meist einfach nur ein Vermittler zu sein und Patienten zusammen zu bringen. Gerade Angehörige und Familien profitieren von diesem Austausch.

Weniger schöne Seiten des Diabetes sind für mich immer die Gespräche und Emotionen bei neu diagnostiziertem Typ 1 Diabetes bei Kindern. Viele Familien und hier gerade die Mütter sind voller Ängste, Sorgen und Schuldgefühlen. Da will ich manchmal selbst zum Taschentuch greifen! Oder Patienten schlechte Nachrichten zu überbringen von zusätzlichen Erkrankungen oder Ablehnungen der Krankenkassen.

Bei Erwachsenen Patienten kommt oft auch noch Wut und Ärger über die Erkrankung dazu. Denn warum zum Teufel jetzt ausgerechnet Sie den Diabetes bekommen haben lässt sich nur schwer verstehen. Diese Tage sind auch für mich schwer und ich denke auch noch nach der Arbeit über den ein oder anderen nach.

Schöne Momente sind aber auch die, wenn Patienten mal „Danke!“ sagen oder die vielen Beratungen und Bemühungen sich in einem besseren HbA1c bemerkbar machen. Oder ein kleines geistig behindertes Mädchen, dass mir ein Armband gebastelt hatte auf dem „Zuckertante“ stand. Ich bin ja schließlich Ihre Zuckertante. Oder erst gestern hatten wir einen Patienten, der seit mindestens 10 Jahren nicht mehr einen so guten Hba1c-Wert hatte und vor Freude einfach mal mich und die Ärztin umarmt hat. Das sind dann die Augenblicke, wo ich wieder weiß warum ich diesen Job so toll finde. Die Wertschätzung, die man erhält. Und auch das Vertrauen. Ich kann nur sagen, ich bereue keinen Tag mich für eine Arbeit mit dem Diabetes entschieden zu haben.

Euch allen ein schönes Wochenende! Ich bin auf dem Weg nach Bad Kreuznach und melde mich morgen wieder zurück J

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