#makeiteasyplease

Auch wenn es oft ganz anders dargestellt wird: der Weg zum Real-Time-CGM (rTCGM) ist mit einigen Stolpersteinen versehen. Und nach wie vor bin ich der Ansicht, dass nicht jeder von einem rTCGM-System profitiert. Dennoch möchte ich die technischen Weiterentwicklungen der letzten Jahre auf keinen Fall missen und unterstütze jeden Antrag!


Seit Jahresanfang bin ich mittendrin und versuche euch mal die möglichen Abläufe graphisch näher zu bringen. Mein erstelltes Flowchart bezieht sich auf das Ablaufverfahren für die Beantragung in Bayern. Das es in anderen Bundesländern teilweise einfacher oder auch anders ist, soll an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben. 

Momentan darf ich etliche Patienten mit rTCGM betreuen und Sie durch den „Beantragungsdschungel“ und die Zeit danach lotsen.

CGM Flowchart

Zu Beginn steht erst mal die eindeutige Indikation, warum ihr dringend eine Unterstützung mittels rTCGM braucht. Die Gründe können unterschiedlich sein, sollten aber individuell formuliert werden. Eurer Diabetesteam ist der erste Ansprechpartner, wenn es um die Auswahl des besten Systems für euch geht. Der Diadoc muss ein qualifizierter Arzt (im besten Fall Diabetologe) sein und bei euch muss ein Diabetes mellitus und eine intensivierte Therapie vorliegen. Des Weiteren muss unter den aktuellen Therapiebedingungen das vereinbarte Therapieziel nicht erreicht worden sein. Die Lebensumstände müssen bei der Beurteilung ebenfalls mitberücksichtigt werden (Punkt 1)*.

Weiter geht’s! Nach dem bei Punkt 2 und 3 alle Unterlagen beisammen sind, sollte vorerst nur das Rezept bei eurer Krankenkasse abgegeben werden. Darauf ist das Herstellermodell gelistet, eine Diagnose und die Begründung z.B. Nichterreichung des Therapieziels. Lasst euch den Eingang bitte schriftlich bestätigen! Danach sendet die Krankenkasse an den Hersteller eine Anfrage und der sendet einen Kostenvoranschlag zurück (Punkt 4,5 und 6). Übrigens gilt bundeseinheitlich: die Erprobungsphase sollte ca. 6 Monate betragen, Ausnahme macht da nur die Barmer GEK, die 1 Jahr Probe vorgibt. Dann schreibt euch die Krankenkasse a) entweder eine Zusage oder b) wie in den meisten Fällen eine Ablehnung mit der Begründung: eine Weiterleitung des Rezeptes an den MDK ist erfolgt und es fehlen Unterlagen zur Beurteilung. Hier keine Panik! Die Unterlagen können an den MDK nachgereicht werden – den gesonderten Umschlag dazu gibt’s von der jeweiligen Krankenkasse (Punkt 7).

Am besten zum Diadoc und dort alle Unterlagen (Diabetesdoku von 3 Monaten) zusammenfügen, damit nichts verloren geht und der Gutachter wirklich alle Fakten sichten kann (Punkt 8). Das muss auch laut des Datenschutzgesetzes so passieren. Medizinische Unterlagen dürfen nur von Ärzten und nicht von den Krankenkassen eingesehen werden. Danach gibt der MDK innerhalb der gesetzlichen Fristen seine Beurteilung an die Krankenkasse weiter (Punkt 10). Diese erteilt dann eine Genehmigung oder Ablehnung. Im besten Fall wird dann der Hersteller informiert und das rTCGM-Gerät wird entweder durch einen Aussendienstmitarbeiter der Firma eingewiesen oder von eurem Diabetesteam ( Punkt 11+12).

Der Aussendienst darf aber nur eine rein technische Einweisung vornehmen und keine therapierelevanten Empfehlungen geben! Alarmeinstellungen sollten in der Patientenakte gespeichert werden, ebenso wie das zu erreichende Therapieziel unter rTCGM. Auch das Thema Datenauswertung sollte eingehend besprochen werden (Punkt 13+14). Innerhalb der Erprobung kommt es dann zu vielen Beratungen, Verbesserungen der Alarmeinstellung sowie allgemeinen Erfahrungsaustausch. Nach Ablauf der Erprobung gibt es dann eine abschließende Bewertung des Diadocs (Punkt 15). Und dann heisst es wieder warten…

*Wir nehmen mittlerweile erst einmal 3- Monate Dokumentation von den Patienten unter die Lupe, da mittlerweile fast jede Krankenkasse die Anträge an den medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) weiterleitet. Das liegt zum Einen daran das eurer Sachbearbeiter meist keine diabetologischen Fachkenntnisse hat und zum Anderen daran, dass es sich um ein sehr teures Hilfsmittel handelt.

 

#schnellerhöherweiter#fiasp

Seit nunmehr 01.04.2017 ist das neue Insulin Fiasp von Novonordisk erhältlich. Es ist bisher für Erwachsene, Schwangere und Insulinpumpenträgern zugelassen. Angeblich soll es bis zu 10 Minuten schneller anfluten. Ich bin auf die ersten Erfahrungsberichte gespannt!

Der Dauersupporter – CGM Part One

Gut Ding will bekanntlich Weile haben und deshalb hat dieser Post auch eine gewisse Zeit gebraucht, bis ich ihn fertig stellen konnte. Ich habe nach dem letzten Prüfungsmarathon endlich alles abgeschlossen und möchte wieder mehr schreiben.

Den Anfang soll  ein sehr aktuelle Thema machen. Ich möchte mit euch meine bisherigen Erfahrungen rund um das Thema Verordnung und Antragsstellung teilen und einen persönlichen Einblick geben, wie dass im Praxisalltag konkret aussieht. Den Inhalt des G-BA Beschluss aus dem Juni 2016, der die Kostenerstattung der CGM-Technologie möglich gemacht hat, werde ich hier nicht erneut erklären. Allerdings ist er natürlich eine wichtige Grundlage, wenn es um die Verordnung geht.

Wie läuft das nun also?

Ich kläre mit meinen Patienten erstmal folgendes: warum braucht wird ein CGM gebraucht und weshalb wird das Therapieziel nicht erreicht? All das muss dann auch mit dem Diadoc besprochen und in der Patientenakte dokumentiert werden. Danach wird gemeinsam erarbeitet, welches CGM-System überhaupt in Frage kommt. Hat der Patient bereits eine Insulinpumpe und wenn ja welche? Wie werden die Daten verarbeitet, was für Features werden wirklich gewünscht und genutzt? Wir bieten für alle Interessierten auch Gruppenberatungen an, wo alle aktuellen Systeme vorgestellt und mit einander verglichen werden.

Ist die Entscheidung gefallen geht es an die Verordnung. Wir verordnen auf einem Kassenrezept. Das es sich um ein Hilfsmittel handelt, ist die Diagnose zwingend aufzuführen. Als Begründung schreiben wir zusätzlich noch die „Nichterreichung des Therapiezieles“. Alle weiteren Daten z.B. aktueller HbA1c-Wert oder ähnliches haben auf dem Rezept nichts zu suchen. Das verstößt nämlich gegen. Wie die Kasse regiert ist vollkommen unterschiedlich: teilweise wird ohne Begründung abgelehnt, teilweise werden Unterlagen oder Gutachten eingefordert. Teilweise wird auch unkompliziert genehmigt. Wichtig ist: im GBA-Beschluss steht weder etwas von der Einreichung von Blutzuckertagebüchern noch von einem ärztlichen Gutachten. Wir schreiben deshalb keine Gutachten und verwenden das Schreiben des DDB. Ob Patienten ihre Tagebücher einreichen entscheiden Sie selbst.


Seit Januar 2017 gilt das neue Umschlagverfahren für den medizinischen Dienst der Krankenkasse. Das heißt, dass alle gesundheitsrelevanten Daten an eine Zwischenstelle gesendet werden müssen, damit Krankenkassen keinerlei Einsicht in die Daten haben. Nur der MDK darf auf diese Daten zurückgreifen. Datenschutzkonform ist das Verfahren allerdings nicht.

Ausserdem noch wichtig: sollte die Krankenkasse euren Antrag ablehnen, muss Sie dies innerhalb von 3 Wochen tun oder euch darüber schriftlich über eine Verlängerung der Entscheidung in Kenntnis setzen. Auch wenn es nur darum geht, dass Sie die Verordnung dem MDK vorgelegen möchten. So besagt es das Patientenrechtegesetz. Ihr habt zudem Anspruch auf Einsicht in das Gutachten des MDK’s. Ihr solltet also Widerspruch einlegen und euch genau erklären lassen, warum es zur Ablehnung kam. Die Unterstützung eures Diabetesteams kann hier sehr hilfreich sein.

Wenn dann eine Erprobung genehmigt wird, gehts los. Entweder die technische Einweisung erfolgt über einen Mitarbeiter der jeweiligen Firmen, oder die Praxis, in der ihr behandelt werdet, verfügt über eine Zertifizierung. Bei der technischen Einweisung dürfen keine therapiebeeinflussenden Einstellungen vorgenommen werden. Das darf erst das Diabetesteam machen.

Wie lange die Erprobung dauert ist unterschiedlich, manche Krankenkassen genehmigen nur für 3 Monate andere gleich für ein ganzes Jahr. Bisher begleite ich noch keinen Patienten, der am Ende seiner Erprobungsphase angekommen ist. Super wichtig ist, in regelmässigen Abständen die Daten auszuwerten und die Erreichung des Therapieziels zu dokumentieren. Ohne Sie und den dokumentierten Anpassungen ist eine abschließende Begutachtung kaum möglich. Wir haben wegen des großen Andrangs ein eigenes Konzept in der Praxis ausgearbeitet. Nach anfänglichen Schwierigkeiten klappt es ganz gut.


Ich bin gespannt, wie es weitergehen wird. Ein Update zu diesem Artikel wird es sicherlich geben. Stay tuned!

Meine Gedanken zum WDD2016

Seit 2000 ist die Zahl der Neuerkrankungen von Diabetes mellitus in Deutschland um 40% gestiegen. Der Löwenanteil fällt hierbei auf die Menschen mit Typ 2 Diabetes, ca. 6 Millionen und einer Dunkelziffer von 2 Millionen Erkrankten. Am Diabetes mellitus Typ 1 sind ca. 300.000 erkrankt, wovon 40.000 Menschen mit einer Insulinpumpe versorgt werden.

Dafür gibt es

4.100  Diabetologen/innen

3750   Diabetesberater/innen

7600  Diabetesassistent/innen

2650  Wundassistent/innen 2650

und das

in 1100 Schwerpunktpraxen und 160 Kliniken.

Aber schmerzlicher Weise sehe ich der Zukunft mit gemischten Gefühlen entgegen. Das liegt vielleicht auch an meinem Besuch der jährlichen Fachtagung der deutschen Diabetesgesellschaft.

Entweder waren die Beiträge auf einem Niveau, dass ich selbst kaum folgen konnte (und wenn dann nur deshalb, da ich im Studium einiges dazu gelernt habe) oder es wurde gefährliches Halbwissen verbreitet. Ich vermisse eine solide Basis, ein gesundes Mittelmaß an Informationsaufbereitung. Was ist da los?

Wieso wird über die Interpretation von CGM Kurven lamentiert, während mehr als die Hälfte der anwesenden im Saal noch nicht mal den Sinn von Bolusrechnern erkannt hat? Weshalb gibt es nach wie vor so wenige Lösungen, Daten auszuwerten und mit Behandlern zu teilen, die eine größere Kompatibilität aufweisen? Wie kann es sein, dass eine Firma, die keine herstellerunabhängige Datenauswertung anbietet, als eines der wenigen rTCGM- Systeme verordnet werden darf? Wieso können Patienten, die keine Emailadresse besitzen kein Flash Glucose Messsystem bestellen? Wieso wird 2016 das Auslesen von Blutzuckermessgeräten in der Diabetespraxis als Neuheit beworben und seine Vorteile hervorgehoben? Wieso können sich Patienten selbst ein „Closed-Loop-System“ bauen, aber in Deutschland wird das „Hyprid-Closed-Loop“ nicht vor 2018 verfügbar sein? Wieso wird beim Thema Diabetes in Schule und Kindergarten ein Schulbegleiter empfohlen?

Für 2017 wünsche ich mir sehr, dass es mehr Zeit zum Austausch gibt. Das ich in meiner Freizeit zu Fortbildungsveranstaltungen gehen kann, die mich mit einem guten Gefühl nach Hause gehen lassen. Das man wirklich diskutiert und nicht versucht anderen seine Meinung aufzudrücken. Das Themen wieder zeitgemäß sind. Das sich was in der Beratungslandschaft ändert. Das die bessere Vernetzung und Kommunikation nur einem zu Gute kommt: der bestmöglichen Unterstützung, für die 6 Millionen Menschen mit Diabetes in Deutschland.

Happy World Diabetes Day!

Vielen Dank!

Danke fürs Lesen, anklicken, Interesse zeigen und kommentieren! Auch wenns hier manchmal etwas stiller ist, freue ich mich über jegliches Feedback. Hauptsache: konstruktiv. Das ich mittlerweile für meinen klitzekleinen Blog 250 Likes bekommen habe, macht mich ganz schön stolz. 

Demnächst kommt nochmal ein Beitrag zum Thema Datenauswertung und zwar im praktischen Sinne. Ich bin und werde mich mit sämtlichen Systeme verbinden, um herauszufinden was sich lohnt und was nicht.

Die rtCGM = kontinuierliche Realtime Glukosemessung und ihr Einzug in die kassenärztliche Versorgung wird ebenfalls ein Thema werden. 

Desweiteren möchte ich noch gerne was zum Thema Insulinpumpe verwursten: hilfreiche Tipps und Erfahrungen zur Antragstellung, Folgeversorgung oder dem ein oder anderen Fallstrick.

Stay tuned!

#diabetesdata

 

Schreibst Du noch Tagebuch oder liest du schon aus?

Seit etlichen Jahren, bin ich mehr als ein großer Freund des elektronischen Datenmanagements in der diabetologischen Schwerpunktpraxis. Jeder Patient, der sich zu uns verirrt weiß, dass er sein Gerät zum Auslesen mitbringen muss. Ohne diese Daten wird das anschließende Arztgespräch oder der Gesprächstermin bei der Diabetesberaterin schwierig. Bisher haben wir es keinen Tag bereut uns für dieses Vorgehen entschieden zu haben. Es war ein etwas steiniger Weg, aber es hat sich gelohnt.

Das Thema des Datenmanagements von Blutzuckerwerten, Insulineinheiten und Kohlenhydraten ist kein wirklich neues. Umso erstaunter bin ich, dass es nach wie vor so wenige Lösungen gibt, Diabetesdaten ordentlich aufzubereiten, auszuwerten und mit seinem Arzt bzw. Diabetesteam teilen zu können. Und das Hersteller unabhängig und vielleicht sogar noch mit verschiedenen Devices mehrerer Anbieter. Viele Apps bereiten die Daten für die Endnutzer mittlerweile gut auf, der Behandler sieht aber nur wenig davon. Von den rechtlichen Aspekten und dem Datenschutz mal ganz zu schweigen.

Vor einigen Jahren war ich es leid tausend Kabel und Treiber verwalten zu müssen, ständig hinter aktuellen Updates her zu rennen und mit einer miesen Graphik klar kommen zu müssen. Tja und das war damals gar nicht so einfach. Bis auf die Diabass Pro ©Software gab es keinen herstellerunabhängigen Anbieter. Nach einiger Zeit und der nötigen Recherche wurde ich dann fündig: das schwedische Unternehmen Diasend© schien eine Alternative zu bieten.

Diasend 5

 

 

Diasend 6

Diasend 7

 

Diasend© möchte durch die Optimierung der Verwaltung von Diabetesdaten beitragen. Die umfassende und marktführende Lösung des Unternehmens übernimmt die Übertragung, Speicherung und Analyse von Daten von mehr als 130 verschiedenen Blutzuckermessgeräten, Insulinpumpen, CGM-Systemen und führenden Activity Trackern. Die Produkte und Services von Diasend sind alle von der FDA zugelassen und CE-zertifiziert und werden momentan in 17 Ländern genutzt. Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich in Göteborg, Schweden, mit Tochtergesellschaften in Chicago und London. 2016 nutzen 2500 Kliniken und 130.000 Patienten die Diasend Software.

Herzstück des Diasend Clinic ©in der Schwerpunktpraxis ist hierbei der Clinic© Transmitter. Mit Hilfen des kleinen Kastens können alle Geräte mit oder ohne Kabel ausgelesen werden. Lediglich Medtronic© macht mit seiner Carelink© Software die Ausnahme. Tschüss Treiber, Tschüss neue Kabel, Tschüss umständliches Einlesen. Seit der Einführungen habe ich nur einmal ein Problem mit dem System gehabt. Die Updates laufen vollautomatisch 2 x pro Jahr. Die Sicherheitsbestimmungen entsprechen deutschen Standards, was den Datenschutz betrifft und sind mehrfach verschlüsselt. Ich brauche keinen Speicherplatz, da die Software webbasiert ist. Hello Ehealth!


Für mich bisher die beste Lösung, da ich nur eine funktionierende Internetverbindungen brauche. Die Software muss kaum gewartet werden bzw. benötige ich nicht ständigen Support. Der ist leider durch die wenige Nutzung in Deutschland bisher recht dürftig. Auch wäre eine Anpassung der Oberfläche und der Graphiken wichtig. Nichtsdestotrotz: das wichtigste findet man auf einen Blick.

 

Als Patient kann man Diasend© Personal am PC nutzen und sich mit dem Praxiskonto des Diadocs verbinden. Das Ganze ist auch per App möglich. Richtig cool scheint hierbei die Anbindung an den Dexcom G5 zu sein. Die Aufbereitung der Berichte ist wohl um einiges besser als in der G5 App. Ich bin wirklich sehr gespannt was sich im Bereich Data Sharing im Gesundheitsbereich verändern wird.

Für den nächsten Post werde ich mir etwas mehr Zeit nehmen, da ich es neue Ernährungsweisen wie Paleo, Vegan und Co gehen soll. Bis dahin.. stay tuned!

Bolusrechner, die dritte #rechenass

Herrje, wie die Zeit vergeht. Da muss einen erste eine fiese Grippe erwischen, dass man wieder zum Schreiben kommt.

Um meine Reihe der Bolusrechner abzuschließen, kommt heute der Bolusrechner aus der mySugr® App dran. Viele von euch kennen die App dank der TV-Werbung auch in Zusammenhang mit dem Accu.Chek® Connect. Solltet ihr dieses verwenden, kriegt ihr die Pro Version gratis.

Feine Sache, allerdings soll es hier nun tatsächlich nur, um die Funktion Bolusberechnung in der App gehen.

Zu finden ist der Bolusrechner unter Profil & Einstellungen. Bei den Einstellungen lässt sich die Funktion Bolusrechner verwenden aktivieren.

 



Danach lassen sich die genauen Einstellungen vornehmen. Es kann neben dem Diabetes-Typ auch das Insulin, die Wirkdauer des Insulins, sowie die Größe der Insulineinheiten bestimmt werden.

 


Nun werden die Zeitblöcke mit Uhrzeiten, sowie den BE/KE-Faktoren bestimmt. Zuvor könnt ihr diese ,unter dem Menüpunkt Profil & Einstellungen, unter Therapie festlegen: nach Gramm, Kohlenhydrateinheiten oder nach den klassischen Broteinheiten.

 
Im Anschluss werden die Zeitblöcke der Korrekturfaktoren eingestellt.

 


Der Kohlenhydrat-Korrekturfaktor lässt sich ebenfalls einstellen. Wie man denn genau ermittelt, besprecht ihr am besten mit eurem Diabetesteam. In unserer Einrichtung wird diese Einstellung nicht benutzt.

 


Zum Schluss noch der Blutzuckerzielwert. Fertig!

 


Und so sieht dann die Berechnung aus:

 

 

Die Features im Überblick:
+ sehr übersichtliche und ansprechende Menuführung

große Auswahl an Möglichkeiten der Dokumentation

+ einfaches Erstellen von Berichten, HbA1c-Schätzung möglich

+ manuelle Eingabe von Blutzuckerwerten zur Verwendung des Bolusrechners möglich

 

– Kohlenhydrat-Korrekturfaktor in der Praxis eher unüblich

– keine Möglichkeit auf einen einfachen Modus umzustellen

 

Ich hoffe, ich konnte euch einen kleinen Überblick verschaffen, was es aktuell für Bolusrechner gibt und wo ihre Stärken und Schwächen liegen.

Ich mach mir mal einen Tee und wünsche euch allen ein schönes und erholsames Wochenende. Stay tuned!